Das Briefing
IODA warnt vor autoritärem Kurs in Armenien, während Paschinjan EU-Beitritt anstrebt
Internationale Demokratiebeobachter berichten, dass Verhaftungen von Oppositionsfiguren auf öffentliche Äußerungen des Ministerpräsidenten folgen, was Fragen zur richterlichen Unabhängigkeit und zur Bereitschaft der EU aufwirft, den Beitritt an Rechtsstaatsreformen zu knüpfen.
- IODA-Vorstandsmitglieder konstatieren seit den Parlamentswahlen am 7. Juni ein Muster politisch motivierter Verhaftungen in Armenien.
- Oppositionsfigur Awetik Tschalabjan wurde nach den Wahlen festgenommen und Tage später ohne Anklage freigelassen.
- Ex-Präsident Robert Kotscharjan, sein Sohn Sedrak sowie der Vorsitzende von ‚Blühendes Armenien‘, Gagik Zarukjan, wurden nach öffentlichen Aussagen von Ministerpräsident Paschinjan festgenommen oder ins Visier genommen.
- Kenneth Roth warnte die EU, ihre Glaubwürdigkeit in demokratischen Werten stehe auf dem Spiel, wenn sie demokratischen Rückschritt ignoriere, während Armenien die Mitgliedschaft anstrebe.